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Köngener Klärschlamm soll nach Böblingen

20.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

KÖNGEN (pm). Der Gründung eines Zweckverbandes Klärschlammverwertung Böblingen stimmte der Köngener Gemeinderat am vergangenen Montag einstimmig zu. Köngen ist Mitglied im Zweckverband Gruppenklärwerk, der wiederum an der Gründung des Zweckverbands Klärschlammverwertung federführend beteiligt ist.

Die Verbandsgründung ist notwendig, um auf dem Gelände des Böblinger Müllheizkraftwerks eine Verbrennungsanlage für Klärschlamm zu errichten. Hintergrund ist die seit 2017 bestehende neue Klärschlammverordnung, die ein Ausbringen von Klärschlamm auf Feldern verbietet, damit die Nitratbelastung im Grundwasser verringert wird und weniger Mikroplastik in die Nahrungskette gelangen kann. Auch die Verbrennung des Klärschlamms in Müllheizkraftwerken oder in Braunkohlekraftwerken kommt an ihre Grenzen, sodass die Entsorgung des Klärschlamms insgesamt schwierig geworden ist. Die Verbrennungsanlage löst dieses Problem und ist zudem ideal, um den im Klärschlamm steckenden Phosphor, einen wichtigen Rohstoff, zurückzugewinnen. Denn auch das ist ab 2029 Pflicht.

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