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Klärschlamm: Ab in den Ofen

22.01.2019 00:00, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine neue Verordnung und die Energiewende erfordern neue Wege der Entsorgung – Verbrennungsanlage in Böblingen?

Das Thema Klärschlamm ist in der Regel eines, mit dem man sich nur ungern beschäftigt. Nun aber könnte es interessant werden, denn möglicherweise entsteht ein Entsorgungsengpass, der schneller eintreten könnte, als es den Kommunen lieb sein kann. Eine Lösung gäbe es, die Umsetzung bedarf allerdings einer gewissen Vorlaufzeit.

Auch der Klärschlamm aus der Wendlinger Kläranlage könnte in einigen Jahren in Böblingen verbrannt werden. Foto: Holzwarth
Auch der Klärschlamm aus der Wendlinger Kläranlage könnte in einigen Jahren in Böblingen verbrannt werden. Foto: Holzwarth

WENDLINGEN. Früher war alles einfacher. Klärschlamm wurde entweder deponiert (bundesweit zu 60 Prozent) oder von Landwirten auf den Feldern verteilt (25 Prozent) – das Material, das übrig bleibt, wenn das Schmutzwasser die Kläranlage durchlaufen hat, ist ja im Wesentlichen organischer Dünger, wie er vereinfacht gesagt, auch im Kuh- oder Schweinestall entsteht. Zehn Prozent wurden verbrannt. Doch mit den Jahren wurden die Dinge komplizierter. Diskussionen um Altlasten und die Gefahren, die entstehen, wenn sich die abgelagerten Stoffe durch biologische Prozesse verändern, führte zu Änderungen des Abfallgesetzes. Fortan verlegte man sich in Norddeutschland vermehrt auf die landwirtschaftliche Verwertung des Klärschlamms. Im Süden bevorzugte man die Verbrennung. Meist in Braunkohlekraftwerken oder in der Zementindustrie.


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