Wendlingen

Klänge eines gedämpften Jubilierens

30.12.2008, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reines Händel-Programm in der Wendlinger Eusebiuskirche – Sehr guter Konzertbesuch am Sonntagabend

WENDLINGEN. Georg Friedrich Händel kann kein großer Freund militärischen Prunks und soldatischer Triumphe gewesen sein. Sein „Dettinger Te Deum“, das er zum Sieg der Briten gegen die Franzosen bei Dettingen am Main schrieb, kommt fast ganz ohne Jubilieren mit Pauken und Trompeten aus. Ganz anders der Weihnachtsteil aus dem „Messias“, der am Sonntag in der Wendlinger Eusebiuskirche auf das Te Deum folgte. Hier kann man geradezu mit Händen greifen, wie das weihnachtliche Geschehen sein Herz bewegte. In diesem Händel-Oratorium folgt mit ergreifender Innigkeit ein melodischer Einfall auf den anderen. Wenn es jemals einen Hinweis auf die Wege menschlicher Kreativität gab, im Unterschied zwischen dem Te Deum und dem „Messias“ wird er gegeben.

Die verstärkte Kantorei der Eusebiuskirche, auch mit Männern gut besetzt, nahm sich mit der Gelassenheit, die sich ihrer Sache sicher ist, den Aufgaben an, die das Te Deum dem Chor stellte. Vor allem dem stark bewegten Chor „Tag für Tag“, einem Prüfstein für jedes Stimmensemble, gab die Kantorei mit großer Genauigkeit Klang und Gestalt. Das Te Deum stammt aus der Zeit, als die Briten noch auf dem Kontinent auch militärisch für Ordnung sorgten, ihre Ordnung.


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