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Wendlingen

Ist der Angeklagte schuldfähig?

12.05.2015 00:00, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Prozess um die Messerattacke in Wendlingen kamen gestern die Gutachter zu Wort

Es ist kein gewöhnlicher Fall: Ein junger Mann muss sich vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten, weil er kurz vor Weihnachten seinen schlafenden Vater mit einem Messer attackiert hat – Stimmen hatten es ihm befohlen. Gestern hatten die Gutachter das Wort. Es ging um die Schwere der Verletzungen und die Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Täters.

STUTTGART/WENDLINGEN. Der 21-Jährige muss sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten, weil er vergangenes Jahr in der Vorweihnachtszeit seinen schlafenden Vater, wie der Angeklagte einräumt, mit einem Messer attackiert hat. Doch war er zum Tatzeitpunkt überhaupt schuldfähig?

Mit dieser Frage beschäftigte sich der psychiatrische Gutachter Professor Hermann Ebel gestern vor der 9. Schwurgerichtskammer. Er diagnostizierte beim Angeklagten eine paranoide Schizophrenie.

Die Tat sei vermutlich ein Initialdelikt, so der Sachverständige. „Hier offenbarte sich die psychische Erkrankung zum ersten Mal“, so Ebel. Die Tat sei von schizophrenen Symptomen motiviert, führte er aus.

Er hatte bei den Untersuchungen und auch vor Gericht angegeben, dass am Tatabend Gedanken befohlen hätten, seinen Vater zu töten. „Tu es!“ lautete der Befehl, der immer wieder zu hören war. Ebel sprach von „Gedanken in akustischer Qualität“ – eines der Krankheitssymptome der Schizophrenie.


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