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Integratives Fußballturnier: Tolles Beispiel für ein offenes Miteinander

12.05.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein tolles Beispiel für ein ungezwungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap lieferte am Samstag das erste integrative Fußballturnier um den Wanderpokal von Sport Räpple in der Ballspielhalle in Oberboihingen. Die Idee der „Stiftung Leben“ und der Behindertenförderung Linsenhofen für eine solch sportliche Begegnung stieß auf große Resonanz. Zahlreiche Auszubildende verschiedener Firmen aus der Region, Schüler aus der Oberboihinger Kirchrainschule und der Wendlinger Johannes-Kepler-Realschule bildeten gemeinsam mit Behinderten aus verschiedenen Einrichtungen Fußballteams. Gemeinsam wurde auf dem Spielfeld um Tore gekämpft, gemeinsam wurden Siege gefeiert. Verlierer gab es bei diesem integrativen Fußballturnier ohnehin nicht. Ein Höhepunkt am Nachmittag war ein Spiel zwischen Stuttgarter Prominentenkickern und der Bürgermeister-Elf aus dem Landkreis. Kooperationen zwischen der Behindertenförderung Linsenhofen, die in Oberboihingen eine Werkstatt und ein Wohnheim betreibt, und Partnern von außen haben in der Einrichtung einen hohen Stellenwert, sind wichtig, um Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Ein schönes Beispiel dafür ist die Oberboihinger Firma Nagel. In der Ausbildung wird großer Wert auf soziales Lernen gelegt. Seit einigen Jahren besteht eine intensive Kooperation zwischen den Auszubildenden und der Behindertenförderung. Ausbilder Günter Schmohl berichtet von zahlreichen Einsätzen, beispielsweise beim traditionellen Basar der Behindertenförderung, der im September in Frickenhausen stattfinden wird. Derzeit seien die Azubis zusammen mit Behinderten dabei, einen Tischkicker für Rollstuhlfahrer zu bauen. Und natürlich stellten die Nagel-Azubis jetzt auch eines der Fußballteams. sel

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