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Hohe Kosten für Bereithaltung von Wasser Der Wasserverbrauch in Oberboihingen ist rückläufig – Gemeinderat stimmte der Erhöhung der Gebühren für Wasser und Abwasser zu

12.12.2008 00:00, Von Christa Ansel — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

OBERBOIHINGEN. Das neue Jahr 2009 beschert den Oberboihinger Bürgern eine Gebührenerhöhung für den Bezug von Frischwasser und die Entsorgung des Abwassers. Eine eigenwillige Situation: Da wird in der Satzung zur Wasserversorgung zum sparsamen Umgang mit der Ressource Frischwasser aufgerufen und gleichzeitig müssen die Gebühren angehoben werden, weil der Wasserverbrauch in den letzten Jahren tatsächlich rückläufig war. Wird also der sparsame Verbraucher für sein Verhalten bestraft? Nein. Im Gemeinderat wurde die Situation ausführlich diskutiert: die Fixkosten für die Bereithaltung von Trinkwasser machen 80 Prozent der Wasserkosten aus. Wird weniger Wasser verkauft, schlagen diese Bereithaltungskosten entsprechend höher zu Buche.

Bürgermeister Torsten Hooge erläuterte die Situation. Im Januar 2004 wurde die Gebühr für Trinkwasser von 1,37 Euro pro Kubikmeter auf 1,30 Euro gesenkt. Trotz dieser Gebührensenkung konnte 2004 sogar noch Gewinn gemacht werden. In den Folgejahren allerdings hat der Wasserverkauf erheblich abgenommen. Rund 18 000 Kubikmeter Wasser wurden weniger verkauft, dies führte zu Verlusten. Die Verwaltung war deshalb angehalten, die Gebühren neu zu kalkulieren. Die Kalkulation ergab eine Frischwasser-Gebühr von 1,40 Euro pro Kubikmeter.


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