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Grübel kritisiert Kretschmann

28.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Weiterhin einheitliches Vorgehen bei Corona-Schutz gefordert

(pm) Der Esslinger Bundestagsabgeordnete Markus Grübel sieht Winfried Kretschmanns Ansage, Corona sei jetzt alleinige Sache der Ministerpräsidenten und der Landkreise kritisch. Seit Wochen erklärten Politiker aus Bund und Land, wie wichtig ein einheitliches Vorgehen in der Corona-Krise sei. Das erhöhe die Akzeptanz der Maßnahmen und damit den Erfolg.

Bund und Länder sollten sich immer auf einheitliche Kriterien einigen. Mit der Ansage Winfried Kretschmanns werde dieses Prinzip über Bord geworfen. „Ich respektiere die föderale Hoheit der Länder, aber in der Eindämmung einer Pandemie sollten der Bund und die Länder sich abstimmen. Das Vorpreschen einzelner Länderchefs führt zu einem Überbietungswettbewerb und die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz der bisher getroffenen Entscheidungen und Maßnahmen wird dadurch konterkariert. Es ist keinem Menschen plausibel zu erklären, warum etwas bei gleicher Infektionslage im benachbarten Bundesland oder Landkreis erlaubt sein soll, was im eigenen Bundesland oder Landkreis verboten ist“, so Grübel.

Ganz besonders gelte das im grenzüberschreitenden Verkehr mit dem Ausland. „Ich befürchte, dass wir mit einem solchen Vorgehen die bisherigen Erfolge gefährden und die Infektionszahlen wieder zunehmen werden.“

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