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Gockel Ottmar darf nicht mehr krähen Über 700 Köngener Bürger solidarisieren sich mit Hühnerhalter – Angebot: Gemeinsam nach Lösung für Hühnerstall suchen

19.12.2008 00:00, Von Gaby Kiedaisch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

KÖNGEN. Die Lager sind gespalten. Die einen fühlen sich durch das Gackern in ihrer Nachbarschaft belästigt, die anderen verhalten sich solidarisch mit Norbert Boceck und seinem Hühnerstall. Das zeigen 719 Unterschriften von Köngener Bürgern, die der Hühnerzüchter gestern im Rathaus dem Bürgermeister überreicht hat. Ob die geballte Solidaritätsbekundung etwas bewegt, das ließ der Köngener Schultes gestern noch offen. Dass er eine einvernehmliche Lösung vorzieht, die für alle akzeptabel ist, das hat zumindest beim Hühnerhalter und seinen zahlreichen Begleitern neue Hoffnung geweckt.

Der Hühnerstreit geht in die zweite Runde: nachdem der Gemeinderat den Neubau eines Hühnerstalls mitten im Ort in seiner vorletzten Sitzung abgelehnt hat (wir berichteten), zuvor das Landratsamt bereits einen Baustopp verhängt hatte, gehen die Meinungen in der Nachbargemeinde auseinander. Nach geltendem Baurecht ist der neue Hühnerstall im Garten gesetzeswidrig. Mit der Sanierung des Ortskerns hatte man nämlich vor Jahren den Bebauungsplan geändert und der verbietet einen solchen Neubau in einem allgemeinen Wohngebiet. Der alte Hühnerstall hätte Bestandschutz gehabt, dieser ist jedoch längst abgerissen.


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