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Gefahren beim Baden im Neckar

05.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Polizei warnt vor Risiken durch Strömung und Verunreinigung

(pm). Die Wasserschutzpolizeistation Stuttgart weist angesichts der heißen Jahreszeit auf Gefahren beim Baden im Neckar hin. Denn der Badespaß im Neckar ist nicht immer ungetrübt.

Der Neckar ist nicht als Badegewässer ausgewiesen. Das hat mehrere Gründe: Der Fluss ist auch ein sogenannter „Vorfluter“. Das heißt, dass Kläranlagen ihr gereinigtes Abwasser in den Fluss leiten. Zwar werden Keime in den mechanisch-biologischen Reinigungsstufen zum größten Teil abgebaut, nie jedoch vollständig. Dadurch können Krankheitserreger wie Fäkalkeime, Salmonellen, Viren oder Pilze die Wasserqualität gesundheitsschädigend beeinflussen.

Bei starken und langanhaltenden Regenfällen können Abwässer auch ungeklärt in den Neckar gelangen. Ebenso können Ratten in der Kanalisation und an den Ufern eine Vielzahl von Krankheit erregenden, darunter auch multiresistenten, Keimen übertragen.

Der Neckar wird auch zwischen Wendlingen und Esslingen von Schlauchbootfahrern, Stand-Up-Paddlern und Belly-Booten befahren, die für die Badenden erhebliche Risiken darstellen. Vor Schleusen, bei Kraftwerksanlagen und Brücken kann es auf Grund von Strömungen lebensgefährlich werden, daher ist hier das Baden nicht erlaubt. Ebenso ist das Springen von Brücken strengstens untersagt. Wer trotz aller Bedenken auf das Baden im Neckar nicht verzichten möchte, sollte sich unbedingt auf den Flussrand beschränken.

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