Wendlingen

Erinnerung an die Kinderbackstube im Wendlinger Stadtmuseum

02.12.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Passend zum Ersten Advent luden die Mitglieder des Museumsvereins Wendlingen-Unterboihingen zur Eröffnung der Sonderausstellung „Gut gemodelt und gerührt“ ins Stadtmuseum ein. Für Bürgermeister Steffen Weigel war es der passende Einstieg zur besinnlichen Weihnachtszeit. Er lobte die Organisatoren: „Die Ausstellung wurde innerhalb von vier Wochen akribisch zusammengestellt.“ Zu sehen gibt es Model, die nicht nur in der Weihnachtsbackstube Verwendung finden, sondern auch oft zu Hochzeiten als Formgeber für Gutsle dienen. Das Anisgebäck findet seinen Ursprung irgendwo im Mittelalter, erklärte Eva Geiger zur Eröffnung. „Damals waren die Formen noch aus Stein und die Muster haben ihren Ausgang in der christlichen Hostienbäckerei.“ Nebst den unzähligen Modeln präsentiert der Museumsverein aber auch unterschiedliche Keramiktöpfe. „Im Jahr 1383 wurde das Töpferhandwerk erstmalig erwähnt“, berichtete Eva Geiger. Eng verbunden mit diesem Kunsthandwerk ist Aichtal-Neuenhaus. Die sogenannten Häfner beschafften sich den Ton damals vom Betzenberg. „Das Material konnte ohne Zusätze geformt werden.“ Die Besucher der Ausstellungseröffnung waren begeistert. Es wurden viele Kindheitserinnerungen wach. Oft war zu hören: „So hat es damals bei Oma in der Küche ausgesehen.“ Es wurde viel über das beste Plätzchenrezept philosophiert und immer wieder lieferten die gezeigten Ausstellungsstücke auch Geschenkideen für die Adventszeit. Die Model steuerte Franz Knopp bei, sie stammen alle aus Unterboihingen. Eva Geiger und Karla Otto haben die Vitrinen mit Unterstützung von Traudl Hoefer liebevoll gestaltet. Dadurch kommen die Erinnerungen an die Kinderbackstube detailgetreu zur Geltung. Für die jungen Museumsbesucher bleibt das Modell des Rummels als Dauerleihgabe im Museum. „Das Riesenrad und das Karussell können per Knopfdruck in Bewegung gesetzt werden“, freut sich Traudl Hoefer. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 2. Februar zu sehen. Das Stadtmuseum ist samstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet und sonntags von 10 bis 12 Uhr sowie am Nachmittag von 14 bis 17 Uhr. kry

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