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Ende der Werkrealschule ist besiegelt

04.01.2018 00:00, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Oberboihingens Bürgermeister Torsten Hooge blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück – Viele neue Projekte für 2018

„2018 wird definitiv nicht langweilig“, sagt Oberboihingens Bürgermeister Torsten Hooge. Und das Jahr fängt gleich mit einem Paukenschlag an, denn das Staatliche Schulamt plant nicht mehr mit der Kirchrainschule als Werkrealschule. Der Zeitpunkt der Schließung steht noch nicht fest. Im Interview gibt Hooge zudem einen Überblick über weitere Projekte.

Das Jahr 2017 ist zu Ende. Welches Resümee ziehen Sie?

2017 war für die Gemeinde ein ereignisreiches Jahr. Wir sind gut aufgestellt und waren in der Lage, wichtige Vorhaben umzusetzen und anzuschieben. So wurde nach langer Vorbereitung und manchen Anstrengungen der Traum vom Kunstrasenplatz Wirklichkeit. Fertiggestellt wurde auch der zur Parkanlage umgestaltete „Alte Friedhof“. Anfang Oktober konnten wir die erste Kleinkindergruppe in der provisorischen Kindertagesstätte an der Kirchrainschule eröffnen, um Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Ebenso konnte die Umgestaltung des Spielplatzes in der Karlstraße kurz vor Weihnachten abgeschlossen werden, sodass er die Kleinen im Frühjahr zum Spielen einlädt. Saniert beziehungsweise ausgebaut haben wir zudem den Neckartalradweg auf unserer Markung. Im Zuge des Ausbaus wurde auch der Hochwasserschutz an die heutigen Erfordernisse angepasst.

Die Zukunft der Kirchrainschule als Werkrealschule ist sehr ungewiss. Welche Signale hören Sie vom Staatlichen Schulamt?

Die Kirchrainschule hat im Schuljahr 2017/18 in der fünften Klasse zum zweiten Mal in Folge die Mindestschülerzahl von 16 unterschritten. Vor wenigen Tagen hat uns das Schulamt dazu aufgefordert, eine „regionale Schulentwicklung“ durchzuführen. Im Klartext bedeutet das für uns nichts anderes, als den formellen Antrag zur Aufhebung der Werkrealschule an der Kirchrainschule zu stellen. Damit ist für alle Beteiligten klar, dass alle Bemühungen der Eltern, Lehrer und der Gemeinde, eine weiterführende Schule am Ort zu halten, letztendlich nicht erfolgreich waren und unsere Werkrealschule als eine der letzten im Landkreis Esslingen schließen wird. Nun wird es lediglich noch um den Zeitpunkt der Schließung gehen.

Wenn es in der Gemeinde bald lediglich eine Grundschule gibt, sind dann die Pläne für eine Nutzung des Interimskindergartens als Mensa obsolet? Und gibt es dann einen Plan B?

Der Gemeinderat hat eine vorausschauende Konzeption für die Schul- und Sportentwicklung in Oberboihingen beschlossen, die mittel- bis langfristig umgesetzt wird. Durch die Verzögerungen beim Bau des Kinderhauses „Warnenberg“ wurde lediglich der Bau der Schulmensa vorgezogen, der nun interimsweise als dreigruppige Kita genutzt wird. Entstanden ist eine erstklassig ausgestattete Einrichtung, die eine qualitätsvolle Arbeit am Kind ermöglicht. Solange der Bedarf an Kleinkindplätzen besteht, werden wir die Kita „Im Kirchrain“ weiterbetreiben.

Oberboihingens Schultes Torsten Hooge besuchte kürzlich die neu eingerichtete Kita „Im Kirchrain“. Foto: sg
Oberboihingens Schultes Torsten Hooge besuchte kürzlich die neu eingerichtete Kita „Im Kirchrain“. Foto: sg

Die Belegung der Mensa sieht heute so aus, dass sie überwiegend von Grundschülern genutzt wird. Durch den zu erwartenden Rückgang der Schülerzahlen durch den Wegfall der Werkrealschule sind die bisherigen Räumlichkeiten von der Größe her ausreichend, sodass hier kein akuter Handlungsdruck vorhanden ist, wenngleich größere Räumlichkeiten natürlich wünschenswert wären.


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