Wendlingen

Ein „grüner“ Baumschnittkurs

26.02.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Wetter war prächtig, frühlingshafte Temperaturen und eine klare Luft, Sonnenschein, Vogelgezwitscher und keine erkennbaren Schäden vom Sturmtief Sabine: das waren die angenehmen Begleiter eines Baumschnittkurses, den der Verein Onser Saft und das Bündnis 90/Die Grünen kürzlich angeboten hatten. Die Einladung wurde von vielen interessierten Männern und Frauen angenommen, die aus Wendlingen und der Region kamen. Dass auch viele Jüngere dabei waren, lässt für die Zukunft der heimischen Streuobstwiesen hoffen. In launigem Schwäbisch gab der Oberboihinger Baumfachwart Fritz Pfleghar seine Erfahrungen weiter. Die Ausführungen schmückte er immer wieder mit Merksätzen, die für ihn grundlegend sind. Einer davon war, zu 98 Prozent vom Boden aus zu arbeiten. Zahlreiche Scheren, Sägen und Knipser gibt es, die der Referent alle auch mitgebracht hatte. Jeder Baum sei eigentlich gleich, es gebe drei Leitäste, die möglichst im 60-Grad-Winkel zur Stammverlängerung wachsen sollten. Der Experte ermunterte dazu, einfach mal auch auszuprobieren. Eine weitere Regel: „Fruchtäste wachsen oben, tragen eben, sterben unten“, sollten also entfernt werden. Für die Jungpflanzen verlangt Fritz Pfleghar, einmal pro Woche 30 Liter Wasser zu gießen, das müsse schon sein. Und der Herbst sei wegen der Wurzelbildung die beste Pflanzzeit. pm

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