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Wendlingen

Ein Friedhof mit Sonderrolle

12.09.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Früherer Otto-Friedhof in Obhut der Evangelischen Kirchengemeinde

WENDLINGEN-UNTERBOIHINGEN (red). Die Lokal- und Kirchengeschichte Wendlingens und Unterboihingens gibt bisweilen mehr her, als man gemeinhin denkt. Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag ist dies wieder einmal mehr als deutlich geworden. In Augenschein nehmen konnten die Besucher auch den evangelischen Friedhof Unterboihingen, der in der Bevölkerung heute noch Otto-Friedhof genannt wird.

Der im Jahre 1901 angelegte Friedhof geht auf die Stiftung der Firma Heinrich Otto & und Söhne zurück. Emma Otto erfüllte damit ihrem verstorbenen Gatten, dem Unternehmer Robert Otto, einen Herzenswunsch.

Aus alten Quellen lässt sich ersehen, dass der Friedhof damals 7000 Mark gekostet hat, für den Bau der Kirche, des Schul- und Pfarrhauses, alle in der Heinrich-Otto-Straße ein Jahr früher als der Friedhof erbaut, mussten 165 000 Mark angelegt werden. Zusätzlich war ein Kapital von 50 000 Mark vorhanden, aus dessen Zinsen die Kosten für die Kirchenpflege, ein Zuschuss zum Pfarrer- und Lehrergehalt bezahlt werden konnte, wodurch die Evangelische Kirchengemeinde Unterboihingen zunächst keine Kirchensteuer erheben musste.

Nachdem die Kirche, das Schul- und Pfarrhaus wie auch der Friedhof an die Evangelische Kirchengemeinde Unterboihingen übereignet wurden, entstand eine Schenkungssteuer in Höhe von 10 000 Mark. Sie wurde jedoch vom württembergischen König erlassen.


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