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Die Tränen eines Künstlers

13.05.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Joachim Hahn sprach im Treffpunkt Stadtmitte über den Maler Friedensreich Hundertwasser.

WENDLINGEN. Der Kreisverband der SPD 60Plus hatte zu diesem Vortrag im Treffpunkt Stadtmitte eingeladen und mit Dr. Joachim Hahn einen ausgewiesenen Kenner der jüdischen Geschichte eingeladen, über den Künstler Friedenreich Hundertwasser zu referieren.

„Tränen gehören als feste Symbole zum Werk Hundertwassers“, sagte Hahn. Seine Persönlichkeit sei geprägt von den Kindheitserfahrungen im nationalsozialistischen Österreich. Die Mutter des als Friedrich Stowasser 1928 in Wien geborenen Künstlers war Jüdin. Nicht nur Hundertwassers Großmutter und Tante, mit denen er und seine Mutter nach der Zwangsübersiedlung in einer Wohnung gelebt hatten, wurden „abgeholt“ und im Konzentrationslager umgebracht. Hundertwasser und seine Mutter überleben, aber sie lebten in ständiger Angst.

Joachim Hahn gab einen Überblick über die Herkunft der Eltern und Großeltern. Er zeigte einige Bilder, die Hundertwasser schon als Junge am Flussufer und anderswo gemalt hat. Sie zeigten Blumen, Schiffe und Gebäude. Die Tränen sind rot, blutrot. Mal deutlich erkennbar, mal etwas versteckter, mal gemischt im blauen Tränen. Joachim Hahn erläuterte dies an Werken wie „Judenhaus in Österreich“ oder „Der Blutgarten“ die an Ghetto-Erfahrung erinnern. Sie zeigen traurige Häuser, eingezäunte Grundstücke ohne Ausweg und Blutspuren, die sich zu Seen vereinigen.


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