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Wendlingen

Die schöne Welt des Scheins und der Inszenierung

23.11.2010, Von Gaby Kiedaisch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lesung mit dem Tübinger Schriftsteller Joachim Zelter im Rahmen des Schlossgesprächs der SPD in Köngen

KÖNGEN. Nächstes Jahr sind Landtagswahlen. Was könnte da besser passen als im Hinblick darauf schon mal ein Auge auf den Politikeralltag eines Ministerpräsidenten zu werfen, wenn auch – zugegebenermaßen – in einer Extremsituation, selbst für Ministerpräsidenten?

Claus Urspring heißt der Ministerpräsident in Joachim Zelters Satire, und dieser hat nach einem schweren Verkehrsunfall sein Gedächtnis verloren. Er weiß weder, wie er heißt, was er ist, mit wem er verheiratet ist, wer seine Minister sind, geschweige denn, für welche Partei er steht. Was ein Ministerpräsident tut, das weiß er schon gar nicht, und zu allem Überfluss spricht er plötzlich Hochdeutsch statt Schwäbisch – und das kurz vor einem alles entscheidenden Wahlkampf. Eine desaströse Situation für Herrn März, seinen Wahlkampfberater.

März versucht nun alles, damit keiner merkt, dass dem Ministerpräsidenten doch mehr Schaden zugestoßen ist, als man bereits ahnt. Denn schon das kleinste Anzeichen von Schwäche kann das politische Aus in einer Welt bedeuten, in der mehr Schein als Sein zählt. Potenzielle Nachfolger scharren schon mit den Hufen.


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