Wendlingen

Deutsche Bahn pflanzt 600 Bäume

23.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Pflanzloch für den kleinen Spitzahorn zu graben, das war für die Landschaftsgärtner der Firma Grün-Team aus Eberhardzell im Kreis Biberach kein Problem. Schnell saß das Bäumchen im neuen Boden im Wendlinger Stadtteil Unterboihingen hinter der Silcherlinde. Und es steht dort natürlich nicht alleine, sondern in Gesellschaft weiterer Ahornbäume, Rotbuchen und Ulmen. Auch Heckenpflanzen wie Pfaffenhut, Hasel oder Holunder sollen dort Wurzeln schlagen. Dicht an dicht sind die Bäumchen gepflanzt und können natürlich nicht dauerhaft so stehen bleiben. Nach einigen Jahren muss also der Förster für einige von ihnen ein neues Zuhause suchen. Wer sich nun fragt, wer denn diesen kleinen Wald hinter der Silcherlinde pflanzt: es ist die Deutsche Bahn, die vor den Toren Wendlingens eine ICE-Strecke nach Ulm baut. Da diese ICE-Strecke Landschaft frisst, wurde der Bauherr im Planfeststellungsbeschluss dazu verpflichtet, für Ausgleich zu sorgen. Und so werden zwischen Wendlingen und Aichelberg insgesamt 600 Bäume gepflanzt, 340 davon sind Obstbäume auf Kirchheimer Gemarkung. 30 Jahre ist die Deutsche Bahn verpflichtet, sich um die Bäume zu kümmern. Und setzt dabei auf Privatleute, die offenbar auch schon bei der DB ihr Interesse bekundet haben. Mit einer Million Euro beziffert ein Sprecher der Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm die Kosten für die Aufforstaktion. Die gesamte „trassenferne“ Kompensationsmaßnahme umfasst neun Hektar Streuobstwiesen, sieben Hektar Grünland, einen Hektar Feldgehölze und Waldflächen und drei Hektar Saumstreifen mit Blumen und Kräutern. sg/Foto: Holzwarth

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