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Der Weg aus dem Schlamassel

11.11.2019 05:30, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gruppenklärwerk Wendlingen: Verwaltungsrat erhält neue Infos zur geplanten Monoverbrennungsanlage in Böblingen

Zu viel Nitrit im Grundwasser? Das kann entstehen, wenn beispielsweise zu viel Gülle auf den Feldern ausgebracht wird. Vorwiegend ist dies ein Problem in Norddeutschland. Das muss sich ändern, sagte die Europäische Union und forderte Deutschland auf, etwas da-gegen zu tun. Das Resultat: die Düngemittelverordnung. Die schafft jetzt Probleme auch im Kreis Esslingen.

Das Restmüllheizkraftwerk in Böblingen soll Standort für die Anlage werden, in der auch der Klärschlamm der Mitgliedsgemeinden des Wendlinger Gruppenklärwerks verbrannt werden kann. Foto: rbb
Das Restmüllheizkraftwerk in Böblingen soll Standort für die Anlage werden, in der auch der Klärschlamm der Mitgliedsgemeinden des Wendlinger Gruppenklärwerks verbrannt werden kann. Foto: rbb

WENDLINGEN. Der Bericht des Geschäftsführers des Gruppenklärwerks, Rainer Hauff, ist ernüchternd. Das Gruppenklärwerk produziert durch die Klärung des Abwassers zwischen 50 000 und 80 000 Tonnen Klärschlamm im Jahr. Der muss entsorgt werden. Doch die beiden seit Jahren im Landkreis tätigen Entsorgungsunternehmen haben ihre Verträge gekündigt (wir berichteten). Und nur eines der Unternehmen bot an, überhaupt noch über einen neuen Vertrag verhandeln zu wollen. Eine EU-weite Markterkundung wurde in die Wege geleitet. Das Ergebnis: es gibt nur den einen Anbieter, der bereit ist, den Klärschlamm in eine Verbrennungsanlage zu schaffen. „Es gibt praktisch keinen Entsorgungsmarkt mehr“, sagte Hauff. Das ist natürlich keine gute Verhandlungsposition. Dennoch holte sich Rainer Hauff in der Sitzung vom 23. Oktober vom Verwaltungsrat das Mandat, einen Entsorgungsvertrag abzuschließen. Schließlich drängt die Zeit. Der alte Vertrag wurde nämlich auf 31. Dezember gekündigt.


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