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Der Esslinger AfD-Kandidat Boris Malewski will sich für seine Mitbürger engagieren

14.09.2021 05:30, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bundestagswahl 2021: Boris Malewski, Kandidat der AfD im Wahlkreis Esslingen über das, was er als normal empfindet, die Schwierigkeiten der direkten Demokratie und was seine Partei zum Schutz der Umwelt tun möchte. Portraits aller weiteren Kandidaten und Schnellchecks finden Sie auf unserer Seite zur Bundestagswahl.

WENDLINGEN. Wir treffen den AfD-Kandidaten Boris Malewski am Wendlinger Schützenhaus. Ein Ort, zu dem er eine persönliche Beziehung hat? „Nein, es war gut zu erreichen“, sagt er. Malewski lebt mit seiner Frau und vier Katzen auf dem Schurwald. Wie verlief sein Weg in die Politik und zur AfD? „Ich möchte etwas tun, mich für meine Mitbürger engagieren.“ Mit dem Wahlprogramm der AfD fand er für sich 80 Prozent Übereinstimmung. Was sind die 20 Prozent, die ihm nicht so zusagen? Es ist oft die Ausdrucksweise, die ihm nicht gefällt, auch wünscht er sich Respekt vor den Mitbewerbern und mag extreme Positionen nicht.

Wo würde er sich innerhalb der AfD verorten? Eher beim gemäßigteren Flügel um Jörg Meuthen oder eher in der Nähe von Björn Höcke? Mittendrin, sagt Malewski. Meuthen ist ihm manchmal zu weich, Höcke zu radikal, zum Beispiel in der Asylpolitik. Malewski ist es wichtig, zwischen einem Asyl auf Zeit und einer dauerhaften Migration zu unterscheiden. Für letztgenannte sei eine Integration unabdingbar, eine Bring- und Holschuld, die von beiden Seiten ausgehen müsse.

Damit Deutschland ihnen zur Heimat werden kann? Was ist für den AfD-Kandidaten „Heimat“, ein Begriff, den jeder anders für sich besetzt? Malewski fasst den Begriff weit, es ist für ihn das Land, die Bevölkerung, alle, die es als Heimat angenommen haben, das kulturelle Erbe und auch Europa ist Heimat.

Boris Malewski am Wendlinger Schützenhaus.  Foto:Just
Boris Malewski am Wendlinger Schützenhaus. Foto:Just

Und was ist dieses „normal“, das die AfD in ihrem Slogan „Deutschland – aber normal“ beschwört? Für Malewski wäre es gewesen, die Grenzen 2015 zu schützen. Eine Migration in die Sozialsysteme findet er ebenfalls nicht normal und er ist gegen eine Abgabe von souveränen Aufgaben an die EU. Wie sollen aber die einzelnen europäischen Staaten ohne gemeinsamen Verbund gegen die USA oder China bestehen? Die EU würde Malewski wieder zu ihren Anfängen als reine Wirtschaftsgemeinschaft zurückführen. Deren viele Normierungen würden echte Konkurrenz verhindern. Mit China könne Deutschland schon nicht mehr konkurrieren, bezahle jedoch Entwicklungshilfe: „Das ist auch nicht normal.“


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