Wendlingen

Der Bruder des Königs saß im Gefängnis

11.08.2009, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Bankrotteur aus dem Hause Württemberg – Aus dem wilden Leben des Herzog Ludwig

Das Vernetzen ist ein moderner Begriff. Dass aber schon vor Jahrhunderten alles mit allem zusammenhing, machte jetzt eine Führung durch das Kirchheimer Schloss deutlich. Es ging dabei um die Geschichte des Bauwerks, aber auch um einen seiner letzten Bewohner, einen Herzog von Württemberg, der im Schuldturm landete.

OBERBOIHINGEN/KIRCHHEIM. Der Vorgängerbau des heutigen Schlosses war eine Festung. Herzog Ulrich, ein „schwieriger Kamerad“, ließ sie ab 1538 erbauen. Aus gutem Grund legte er eine Kette von Festungen rund um sein Herrschaftsgebiet. Er hatte einen schlechten Ruf, niemand mochte ihn, die Furcht vor seiner Nachbarschaft hielt ihn in Angst. Nach der ersten Vertreibung aus seinem Herzogtum wollte er nicht ein zweites Mal fliehen müssen. Deshalb die Festungsbauten. Als ihm der Gedanke kam, die Stadt Kirchheim zu einer Landesfestung auszubauen, fiel sein Blick rasch auf den von den „Chorherren des gemeinsamen Lebens“ verlassenen Tachenhäuser Hof mit seinen eindrucksvollen Steinhäusern und der mächtigen Ummauerung.


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