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Den Bahnhof unter die Lupe genommen

09.10.2018 00:00, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Restaurator Erwin Raff erkundet den alten Oberboihinger Bahnhof, um ein Restaurationskonzept zu erstellen

Der Oberboihinger Bahnhof ist über hundert Jahre alt. Und steht unter Denkmalschutz. Nun soll er teilweise saniert werden. Damit das fachgerecht gemacht wird, macht sich Restaurator Erwin Raff aus Denkendorf daran, den Originalzustand zu erforschen.

Restaurator Erwin Raff nimmt vorsichtig die Farbe von der Wand im Wartesaal – um zu sehen was sich darunter verbirgt. Foto: Holzwarth
Restaurator Erwin Raff nimmt vorsichtig die Farbe von der Wand im Wartesaal – um zu sehen was sich darunter verbirgt. Foto: Holzwarth

OBERBOIHINGEN. Mit einer Stirnlupe und einem Skalpell steht Erwin Raff am Fenster der Giebelseite des Oberboihinger Bahnhofsgebäudes. Vorsichtig kratzt er die Lackschicht ab. Denn in hundert Jahren kann da schon einiges an Farbe aufgetragen und überpinselt worden sein. Und der Restaurator will alle Schichten sehen. Und zwar deswegen, weil nicht alle Gebäudeteile gleich alt sind. Ein Teil des Güterschuppens ist beispielsweise aus den 1930er-Jahren, also deutlich jünger als der Wartesaal, der Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Um dem Gebäude insgesamt eine einheitliche Farbe geben zu können, ist es also wichtig, die sich überlagernden Farbschichten zu kennen. Gleiches gilt natürlich auch für das Innere des Gebäudes.


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