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Dem Fluss mehr Raum geben - Neckar zwischen Wendlingen und Unterensingen renaturiert

17.06.2021 05:30, Von Gaby Kiedaisch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ausgleichsmaßnahme für ICE-Neubaustrecke

Während die ICE-Neubaustrecke Stuttgart–Ulm immer weiter der Fertigstellung entgegenstrebt, wird das Bahnprojekt auch von zahlreichen Renaturierungsmaßnahmen von der DB Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm begleitet. Gestern war der letzte Durchbruch zum Neckar. Damit erhält der Fluss zwischen Wendlingen und Unterensingen einen seiner früheren Altarme zurück.

An der Kreisstraße K 1219 zwischen der Autobahnbrücke und der Einfahrt nach Unterensingen wurde der Neckar aufgeweitet: Der Nebenarm mit seiner Uferböschung dient auch als Retentionsfläche bei Hochwasser.  Fotos: Holzwarth
An der Kreisstraße K 1219 zwischen der Autobahnbrücke und der Einfahrt nach Unterensingen wurde der Neckar aufgeweitet: Der Nebenarm mit seiner Uferböschung dient auch als Retentionsfläche bei Hochwasser. Fotos: Holzwarth

WENDLINGEN/UNTERENSINGEN. Nach den schweren Wolkenbrüchen der vergangenen Wochen, die den Flusspegel rasch ansteigen ließen, fließt der Neckar schon wieder gemächlich in seinem Bett. Nur das durch den aufgewühlten Schlamm getrübte Neckarwasser erinnert noch an die Unwetter. Hier unten, eingezwängt von der K 1219, der Autobahn im Norden und jenseits des Flusses von der L 1250 und der Eisenbahnstrecke, ist der Lärm von Straße und Schiene kaum zu vernehmen. Nah bei der Talsohle wächst üppiges Grün, das sich vom aufgeschütteten Gestein und Sand wohlig abhebt. Bis in ein paar Monaten wird auch hier das meiste begrünt sein, beruhigt Georg Vitt. Georg Vitt ist Projektingenieur der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH und für den Bereich Filder/Wendlingen zuständig. Nach der Fertigstellung der Renaturierungsmaßnahme, wohl Mitte kommender Woche, werden – nachdem Mutterboden draufgeschüttet ist, standorttypische Gräser und Kräuter auf 6000 Quadratmetern Feuchtwiese eingesät. Im Herbst werden weitere Pflanzungen folgen. An den Uferböschungen sollen 27 Bäume, Kopfweiden, Roterlen und Stieleichen gepflanzt werden. Das Gebiet soll später mehr oder weniger sich selbst überlassen werden und ein geschütztes Refugium für Tiere und weitere Pflanzen werden. Spaziergänger oder Badende sind dort nicht erwünscht.


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