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„Das Kind hat sich gewehrt“

10.06.2015 00:00, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am fünften Tag des Prozesses gegen die Mutter, die in Köngen ihre beiden Kinder getötet hat, kam ein Rechtsmediziner zu Wort

STUTTGART/KÖNGEN. „Von Stichverletzungen ist auszugehen“, sagte Professor Dr. Frank Wehner, Leiter des Instituts für Pathologie und Neuropathologie der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, der am Dienstagvormittag am Landgericht Stuttgart seine Aussage zu den tödlichen Verletzungen machte, die die Mutter in Köngen im November ihren beiden Kindern beigebracht hatte.

Der Rechtsmediziner, der die Obduktion der beiden Kinder am Robert-Bosch-Krankenhaus gemacht hatte, beschrieb jede einzelne der Stichverletzungen in Größe und Tiefe im Detail. Beim jüngeren Kind seien drei der elf Verletzungen für sich alleine schon tödlich gewesen, weil sie die Lunge verletzt hätten. Und die Stiche seien insgesamt und bei beiden Kindern mit großer Wucht beigebracht worden, denn bei der Untersuchung sei festgestellt worden, dass knöcherne Strukturen durchtrennt worden seien. Da das Verletzungsmuster nicht sehr dynamisch sei, könne es sein, dass das Mädchen geschlafen habe.

Das zweite Mädchen habe 40 Stichverletzungen, einen Schnitt zwei Bissverletzungen und Abwehrverletzungen aufgewiesen. Auch hier habe es tödliche Verletzungen des Herzens, der Leber und der Lunge gegeben.


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