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Wendlingen

Chirurgische Meisterleistung

27.01.2011 00:00, Von Franz Träger — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Arzt Andreas Schopper agierte im 19. Jahrhundert in Köngen

WENDLINGEN/KÖNGEN. „Ich bin der Doktor Eisenbarth, kurier die Leut auf meine Art“ – dieses in der Moritat verbreitete Schreckensbild der medizinischen Versorgung in alten Zeiten unterschlägt, dass es auch früher schon gut ausgebildete Ärzte gab. Das beweist uns ein Fall des Köngener Wundarztes Andreas Schopper.

Gemeinhin wurde er zwar „d’r Doktor“ genannt, doch diesen Titel besaß er nicht. Er hatte nur einen Teil seiner Ausbildung an der Universität Tübingen verbracht, was Voraussetzung für die „niedere Wundarztprüfung“ war.

Dem Unterboihinger Lehrer nähte der Arzt ein Fingerglied an

Einen bemerkenswerten Fall, den er behandelte, veröffentlichte 1833 der Kirchheimer Oberamtswundarzt Johann Friedrich Oesterlen, nach schriftlichen Aufzeichnungen Schoppers, im „Medicinischen Correspondenzblatt des Württembergischen Ärztlichen Vereins“. Berichtet wird von einem Unfall des Lehrers Schlichter in Unterboihingen. Der als „etwas hager und bleich aussehende, jedoch gesund“ geschilderte Lehrer Schlichter war Maximilian Schlichter. Er stammte aus Unterboihingen und war dort seit 1818 als Lehrer, Mesner und Organist angestellt und leitete auch den Kirchenchor. In einem Bericht im Jahr 1836 wird sein Orgelspiel als „mittelmäßig“ bezeichnet, was vielleicht mit diesem Unfall im Jahre 1828 zu tun hatte.


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