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30 Jahre Einsatz für den Schutz des Steinkauzes

04.07.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

30 Jahre Einsatz für den Schutz des Steinkauzes

Seit 30 Jahren beschäftigt sich Dieter Schneider mit Steinkäuzen. Für den passionierten Vogelschützer ist die kleine Eule zu seinem Steckenpferd geworden. Ihm und weiteren Mitgliedern des Naturschutzbunds Ortsgruppe Köngen ist es zu verdanken, dass sich der Steinkauz bei uns wieder heimisch fühlt. Hilfreich sind vor allem die so genannten Röhren, rund 100 an der Zahl, die auf Streuobstwiesen von Wendlingen, Köngen und Notzingen dem Steinkauz Schutz für sich und seine Brut bieten. Natürlicherweise würden Hochstämme diese Funktion übernehmen, aber da alte Bäume mit Naturhöhlen immer seltener werden, muss man sich mit solchen künstlichen Niströhren behelfen. Einmal im Jahr werden die geschlüpften Käuzchen beringt. Dies geschah wieder einmal dieser Tage. Mit der Beringung werden unter anderem Alter und Standort des Vogels registriert und in einer Datenbank der Vogelschutzwarte Radolfszell statistisch erfasst. Zirka 40 junge Steinkäuze wurden dieses Frühjahr (zwei Brutvögel brüten noch) von 17 Pärchen ausgebrütet. Trotz des langen Winters und der Verschiebung des Brutbeginns um mindestens 14 Tage können Dieter Schneider und Otto Illek damit einen neuen Rekord verzeichnen, wie die Jahresübersicht zeigt. Bislang halten 33 Jungkäuze des Jahres 1998 den Rekord. Ob alle Jungvögel durchkommen, das wird sich aber erst mit etwa einem Jahr zeigen. Bis dahin gehören Vögel wie Elster, Sperber und Krähen zu den natürlichen Feinden der Jungen. Damit auch vom Boden die Gefahr reduziert wird, haben sämtliche Röhren einen eingebauten Marderschutz. Beobachtungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass viele Steinkäuze, die sich auf Köngener Streuobstwiesen heimisch fühlen, auf Wendlinger Gebiet überwintern. Hier sind die Temperaturen etwas milder, erklärt Dieter Schneider dieses Phänomen. Wenn dann im Frühjahr bei der Aushörung der Ruf vom Steinkauz erwidert wird, dann kann man davon ausgehen, so Otto Illek, dass sich die Arbeit um den Steinkauz gelohnt hat. Im Bild drei etwa 20 Tage alte Jungvögel. gki


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