Wendlingen

14-Jährige bei Nacht und Nebel abgeschoben

03.08.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Diakonie: Abschiebepraxis gefährdet Kinderschutz

KIRCHHEIM (pm/sg). Die Diakonie Württemberg ist entsetzt darüber, dass ein 14-jähriges Mädchen am vergangenen Montag um 5.45 Uhr von der Polizei aus einer Wohngruppe der diakonischen Stiftung Tragwerk in Kirchheim zur Abschiebung abgeholt wurde. „Sie konnte gerade noch ihr Hab und Gut in zwei Säcke zusammenpacken, wurde zur Polizeiwache gefahren, wo die Mutter bereits festgesetzt war“, berichtet Jürgen Knodel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tragwerk. Die Abschiebung fand noch am gleichen Tag statt.

„Diakonische Einrichtungen und besonders Wohngruppen für junge Menschen sind wichtige Schutzräume für verletzte Seelen“, sagt Matthias Reuting, Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie im Diakonischen Werk Württemberg. „Ein solches Eindringen am frühen Morgen widerspricht dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und ist durch nichts zu rechtfertigen. Abschiebemaßnahmen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe verbieten sich von vornherein. Wir fordern die Politik in Baden-Württemberg auf, geeignete Wege zu finden, die das Kindeswohl aller Jugendlichen in Einrichtungen nicht gefährden.“


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