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Zwei Leichtverletzte bei Brand in Nürtinger Seniorenheim

14.05.2021, Von Andreas Warausch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bei einem Brand im vierten Obergeschoss eines Seniorenheims in Nürtingen an der Ecke der Rümelin- und der Kißlingstraße wurden in den frühen Morgenstunden des Donnerstags zwei Menschen leicht verletzt

Foto: Warausch
Foto: Warausch

NÜRTINGEN. Die Abteilung Stadtmitte der Nürtinger Feuerwehr war gegen 4.20 Uhr von einem automatischen Melderalarm zum Brandort gerufen worden. Im vierten Obergeschoss waren Flammen auf einem Balkon zu sehen, in der dazugehörigen Wohnung und im kompletten Stockwerk hatte sich starker Rauch entwickelt. Da im Heim rund 150 Menschen leben, wurden die Wehren von Hardt, Raidwangen, Zizishausen und Reudern alarmiert, wie Florian Henzler, Kommandant der Abteilung Stadtmitte, am heutigen Morgen am Brandort berichtete.

Letztlich war die Freiwillige Feuerwehr mit 103 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen vor Ort. Man habe dann mit einem Löschangriff mit der Drehleiter von außen sowie vom Innenhof und vom Treppenhaus aus ein Ausbreiten des Brands über die Wohnung hinaus verhindert, so Henzler.

Feuer brach auf Stockwerk mit Mitarbeiterwohnung aus

So mussten im Zuge des Einsatzes lediglich die Bewohner des vierten Stockwerks, auf dem sich die Mitarbeiterwohnungen befinden, evakuiert werden, die betreuten Bewohner konnten in ihren Zimmern bleiben.
Der Rettungsdienst, der mit 31 Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften am Brandort war, musste die 26-jährige Wohnungsinhaberin und deren gleichaltrigen Mitbewohner, die beide eine Rauchgasvergiftung erlitten, versorgen und zur Überwachung in ein Klinikum einliefern, wie Malteser-Chef Marc Lippe vor Ort berichtete.

Die betroffene Wohnung war nicht mehr bewohnbar, zur noch nicht bekannten Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, erläuterte Wehrkommandant Henzler gegen 5.30 Uhr, als sich der Einsatz, während dem die Polizei, die mit einem Dutzend Steifenwagenbesatzungen im Einsatz war, die Rümelinstraße gesperrt hatte, seinem Ende näherte.
Die Spurensicherung zur Ermittlung der Brandursache wurde von Spezialisten der Kriminalpolizei vorgenommen. Es entstand durch den Brand und die starke Verrußung ein Sachschaden von circa 100 000 Euro.

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