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Zwangsarbeit in der DDR

29.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NECKARTENZLINGEN (pm). Sie macht betroffen, die Ausstellung „ Hammer – Zirkel – Stacheldraht“, die am 3. Oktober 2018 im Rathaus der Stadt Koblenz eröffnet wurde und nun vom 29. April bis zum 16. Mai zu Gast ist im Gymnasium Neckartenzlingen. Dargestellt wird ein dunkles Kapitel der DDR-Geschichte – die Zwangsarbeit, die politische Häftlinge im Strafvollzug leisten mussten. Die Ausstellung kann im Foyer des Gymnasiums vor der Mensa zu den Öffnungszeiten der Schule besucht werden.

Zwangsarbeit gehört zu den Kennzeichen kommunistischer Diktaturen. Auch in der DDR mussten politische Häftlinge Zwangsarbeit verrichten, zumeist dort, wo die normalen Beschäftigten nicht mehr arbeiten wollten. Die Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Häftlinge waren geprägt von mangelndem Arbeitsschutz, Schlafmangel, schlechter Ernährung, Bekleidung und Gesundheitsvorsorge. Auf diese Dinge und weitere geht die Ausstellung faktenreich ein. Sie listet auch auf, dass es zwischen 1945 und 1989 auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts etwa 55 Haftstätten gab – darunter Untersuchungshaftanstalten, Gerichtsgefängnisse, Strafvollzugsanstalten, Zuchthäuser und Haftarbeitslager. Die dort Inhaftierten mussten in etwa 180 Betrieben Zwangsarbeit verrichten.

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