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Konzept für Schulsozialarbeit

13.04.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gemeinderat Großbettlingen: Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring wird erweitert

GROSSBETTLINGEN (za). Zentrales Thema der Gemeinderatsitzung am vergangenen Montag war die Beratung einer Konzeption für die Schulsozialarbeit an der Grundschule. Seit vielen Jahren arbeitet die Gemeinde in Fragen der offenen Jugendarbeit mit dem Kreisjugendring (KJR) zusammen. Personelle Veränderungen in der Leitung des Jugendhauses wurden nunmehr zum Anlass genommen, die gute Zusammenarbeit auf den Bereich der Schulsozialarbeit auszudehnen.

Bereits bisher bestand eine enge Zusammenarbeit zwischen der Ganztagsbetreuung der Grundschule und dem Jugendhaus. Für den Ausbau der Zusammenarbeit und die Einführung der Schulsozialarbeit wurde Bedarf gesehen und gemeinsam eine Konzeption erarbeitet. KJR-Geschäftsführer Kurt Spätling, Schulleiterin Petra Hafner und die Leiterin der Ganztagsbetreuung, Sabine Härtel, stellten die Konzeption vor. Spätling verwies auf die gesellschaftlichen Veränderungen, denen Rechnung getragen werden müsse. Wichtigste Aufgabe der Schulsozialarbeit sei die soziale Integration, die offene Jugendarbeit brauche etwas weniger Betreuung.

Diese Kurskorrektur sei inzwischen gang und gäbe, zumal die Schule mit der Ganztagsbetreuung immer mehr als wichtiger Ort für präventive Angebote in den Vordergrund rücke. Die erarbeitete Konzeption ist aus Sicht des KJR-Geschäftsführers schlüssig. Sie baue auf der vorhandenen Kooperation auf und trage dem aktuellen Bedarf Rechnung. Dies wurde auch von Schulleiterin Petra Hafner bestätigt. „Die Aufgaben der Schulsozialarbeit gehen über das hinaus, was Schule und Lehrer leisten können.“

Auch für die Ganztagsbetreuung an der Grundschule ist die Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften des Jugendhauses ein wichtiger Faktor. Sabine Härtel verwies auf die intensive Kooperation, vor allem in den Sommerferien, die sehr gut funktioniert habe. Die Einführung der Schulsozialarbeit sei eine logische Weiterentwicklung durch Vernetzung in die Schule. Immer mehr Kinder bräuchten Hilfe und Unterstützung zur sozialen Entwicklung.

Der Gemeinderat billigte im Anschluss an die Diskussion in einem einstimmig gefassten Beschluss die Konzeption und beauftragte Verwaltung und Kreisjugendring mit der Erarbeitung einer neuen Kooperationsvereinbarung. Hierbei kamen auch die Probleme mit Vandalismus, Verunreinigungen und Alkoholkonsum von Jugendlichen zur Sprache.

Kurt Spätling verwies allerdings darauf, dass die offene Jugendarbeit diese Störungen nicht beseitigen könne. „Jugendarbeit als Reparaturbetrieb wird nicht funktionieren.“ Spätling sah die Aufgabe vielmehr in einer nachhaltigen Unterstützung bei der Vernetzung von Angeboten mit auswärtigen Schulen. Konkret umgesetzt werden soll die Schulsozialarbeit durch die Schaffung einer Stelle mit einem Beschäftigungsumfang von 70 Prozent in der Trägerschaft des Kreisjugendrings. Von diesem Stellenumfang entfallen 20 Prozent auf die offene Jugendarbeit und 50 Prozent auf die Schulsozialarbeit (der Stellenumfang der bisherigen Jugendleiterstelle hatte einen Beschäftigungsumfang von 50 Prozent einer Vollzeitstelle).

 

Zustimmung zur Wahl der Feuerwehrkommandanten

Im Anschluss an die Beratung dankte Bürgermeister Martin Fritz dem langjährigen KJR-Geschäftsführer für die gute Zusammenarbeit, die auch in kontroversen Diskussionen immer funktioniert habe.In der Hauptversammlung im März 2013 hatte die Freiwillige Feuerwehr eine neue Führungsspitze gewählt. Nach den Bestimmungen des Feuerwehrgesetzes bedarf die Wahl des Kommandanten und seiner Stellvertreter der Zustimmung durch den Gemeinderat. In der Feuerwehr Großbettlingen ist die Führungsebene nach einer Änderung der Feuerwehrsatzung in vier Ressorts aufgeteilt, deren Leiter den Aufgabenkatalog eigenverantwortlich wahrnehmen. In den vergangenen fünf Jahren hatte diese Arbeitsteilung bestens funktioniert, bei der anstehenden Neuwahl gab es allerdings Veränderungen. Für Florian Kalmbach, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Roland Wurster in das Führungsgremium gewählt. Für Ressortleiter Thomas Schmid, der die Wahl aufgrund des Ergebnisses nicht annahm, rückte Marc Lichtenwald in die Führungsmannschaft auf. In ihren Ämtern bestätigt wurden Michael Henzler und Thomas Lindner.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Beschaffung eines Dienstfahrzeugs für die Gemeindeverwaltung. Das vorhandene Fahrzeug ist 14 Jahre alt und reparaturanfällig. Im Etat stehen für die Anschaffung eines Gebrauchtfahrzeuges 25 000 Euro zur Verfügung.

Überaus positiv bewertet wurde die Auftaktveranstaltung vom 20. März zur Diskussion über die Nachfolgenutzung des Aquaforums. Im Rahmen der Beratung über das Protokoll der Auftaktveranstaltung bescheinigte Bürgermeister-Stellvertreter Michael Fronmüller der Verwaltung und der mit der Moderation beauftragten Kommunalberatungsgesellschaft KBB eine hervorragende Vorbereitung und professionelle Durchführung der Veranstaltung.

Auf der Grundlage der ersten Ergebnisse soll in der nächsten Sitzung Ende April die weitere Vorgehensweise besprochen und eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Über die digitale Bürgerbeteiligungsplattform „Parteezy“ wird dann auch die Bevölkerung aufgerufen sein, sich an der Diskussion zu beteiligen.

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