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Hennrich über die Ampel und Corona

24.12.2021, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN. Die eigentlich als Adventsfeier geplante Veranstaltung der CDU Nürtingen fand kürzlich digital statt. Der Vorsitzende Matthias Hiller begrüßte die Teilnehmer, unter anderen den Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Nürtingen Michael Hennrich. Hennrich lobte, wie souverän und vertrauensvoll die Ampelparteien die Koalitionsgespräche geführt haben, zeigte sich aber ebenfalls beeindruckt davon, mit „wie viel Anstand“ die CDU den Regierungswechsel vollzogen habe.

Auch mit der Neuaufstellung innerhalb der CDU-Fraktion zeigte er sich zufrieden. Es stünden starke Leute im Vordergrund, auch Baden-Württemberg sei sehr gut vertreten. Die für Hennrich neue Rolle in der Opposition möchte er „aufgeschlossen und gelassen führen, aber mit klarem politischem Profil“. Für ihn seien die Finanzierung der Staatsfinanzen, die sozialen Sicherungssysteme und die liberale und sehr offene Migrationspolitik Schwachstellen der neuen Ampelkoalition.

Die CDU brauche für die Zukunft Vielfalt, Pluralität und junge Menschen. Im Wahlkreis sei für den Gesundheitspolitiker der Umbruch bereits zu spüren. Sowohl in den Ortsverbänden als auch im Landtag gäbe es junge Persönlichkeiten, die das Gesicht der neuen CDU prägen und formen können.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Corona-Pandemie und die aktuell schwierige Lage in den Krankenhäusern. Problematisch beurteilte der Gesundheitspolitiker die Entscheidung, ohne Not die pandemische Notlage aufgehoben zu haben – damit sei ein falsches Signal gesetzt worden. „Wir brauchen immer wieder einen Realitäts-Check und sollten im Instrumentenkasten offenbleiben“, so Hennrich. Die Schulen nicht zu schließen, halte er für eine richtige Entscheidung und setze auf die Erhöhung der allgemeinen Impfquote, mahnt aber gleichzeitig an, an eine Impfpflicht mit Bedacht heranzugehen und sowohl rechtliche als auch ethische Implikationen zu bedenken. pm

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