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Gegen Kinderarmut

17.04.2021, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Die Stadt Nürtingen geht mit der Bildung eines Präventionsnetzwerks aktiv gegen Kinderarmut vor und tritt für Kindergesundheit ein. In Nürtingen geht es den meisten Kindern verhältnismäßig gut. Während in Deutschland fast 14 Prozent der Kinder in Haushalten leben, die Grundsicherung beziehen, so waren es in Nürtingen im Jahr 2019 lediglich 7,5 Prozent. „Nur dann, wenn wir die Bekämpfung der Kinderarmut als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreifen, können wir auch erfolgreich sein“, so Oberbürgermeister Johannes Fridrich. Das Nürtinger Präventionsnetzwerk soll Kindern und Familien in möglichst vielen Lebensphasen passgenaue Angebote von kompetenten Ansprechpartnern und Vertrauenspersonen anbieten. Im Rahmen des Projekts, das mit 70 000 Euro vom Ministerium für Soziales und Integration gefördert wird und auf zwei Jahre angelegt ist, sollen die Akteure von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Stiftungen, der Stadt und weiteren Institutionen miteinander vernetzt werden. Den Startschuss für das Projekt bildet ein digitales Auftaktforum am Donnerstag, 22. April. Nach einer Begrüßung durch Uwe Lahl, stellvertretender Ministerialdirektor im Sozialministerium, und Oberbürgermeister Johannes Fridrich folgen Vorträge von Nele Usslepp vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg sowie von Gerda Holz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik.

Im Anschluss beschäftigen sich Kleingruppen in einzelnen Workshops mit einer Bestandsaufnahme der Situation verschiedener Altersgruppen in Nürtingen. Dabei sollen unter anderem die Wirksamkeit bestehender Angebote überprüft und Vorschläge erarbeitet werden, um Kinderarmut gezielt und altersgerecht zu begegnen. Interessierte Bürger können an der Auftaktveranstaltung teilnehmen und sich an den Workshops aktiv beteiligen. Dazu ist eine Anmeldung unter https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/331321.html notwendig.

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