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Ei der Heckschnärre fürs Roßdorf-Lädle

20.01.2021, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Verleihung am Aschermittwoch findet in jedem Fall statt

NÜRINGEN (we). Zehn Jahre gibt es nun das Roßdorf-Lädle, das von „Bürgern für Bürger“ 2010 ins Lebensmittel-Leben gerufen wurde. Und ohne das Engagement und die Mitarbeit von Ehrenamtlichen nicht hätte bestehen können. Grund genug für die Nürtinger SPD, das „Ei der Heckschnärre“ am Aschermittwoch, 17. Februar, an das Roßdorf-Lädle zu vergeben.

Positiv wurde auch gewertet, dass es sich um eine Genossenschaft handelt, also um einen „Betrieb“, der von den Mitgliedern dieser Genossenschaft – es sind rund 200 – getragen wird. Das Lädle garantiert die Grundversorgung im mit seinen knapp 4000 Einwohnern doch recht großen Stadtteil im Süden Nürtingens. Insofern ist es für „Quartiersentwicklung“ (wie man das heute nennt) unverzichtbar geworden. Und es ist nicht nur ein Ort des Einkaufens, was besonders ältere Menschen schätzen, die nicht mehr so mobil sind. Es ist auch eine Stätte der Begegnung, des Austausches, der Konversation. Und damit ist es gerade in den jetzigen Corona-Zeiten mit ihren Einschränkungen gegenseitiger Kontakte ein wichtiger Treffpunkt – wenn auch mit Maske und Abstand.

Und das Lädle ist auch ein Ort der Ruhe, der sich Zeit nimmt für die Menschen, die nicht so schnell an der Supermarktkasse abgefertigt werden können oder wollen. Die in Ruhe ihre Ein-, Zwei- oder Fünf-Cent-Münzen aus ihrem Geldbeutel kruschteln oder sich gar von der Frau oder dem Mann an der Kasse dabei helfen lassen.

Die Nürtinger SPD vergibt seit 37 Jahren das „Ei der Heckschnärre“ an Personen oder Institutionen, die ihr Revier „aufrecht schnärrend“ verteidigen – so wie es einst bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein die Heckschnärre tat. Sie ist seitdem nicht mehr in unseren Fluren ansässig. Aber um an sie zu erinnern und an die noch intakte Nürtinger Umwelt damals, dürfen die Preisträger symbolisch ein „Ei“ ausbrüten, das ihnen auf einem roten Kissen überreicht wird. Und zwar jedes Jahr am Aschermittwoch in der Kreuzkirche.

Wie und in welchem Umfang das „Ei“ in diesem Corona-Jahr verliehen werden kann, hängt von den dann geltenden Einschränkungen ab. Verliehen wird es aber auf jeden Fall, denn bei so vielen Absagen in den letzten Monaten möchte die Nürtinger SPD ein Zeichen setzen für Normalität und Tradition. Die genauen Modalitäten werden noch mitgeteilt.

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