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Bienen und Stromproduktion

17.10.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Grünen-Staatssekretär Andre Baumann spricht über Insektensterben

NÜRTINGEN (pm). Insekten sind die artenreichste Gruppe an Organismen und machen 70 Prozent aller Tierarten in Deutschland aus. Ihr Rückgang hat weitreichende Folgen für das gesamte Ökosysteme. Das Netz der Arten droht zu zerreißen. Vögel und Fledermäuse sind auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen. Ihre Population ist durch den Insektenrückgang gefährdet.

Die Ursachen für das Insektensterben sehen Experten in der Intensivierung der Landwirtschaft und der Veränderung von Lebensräumen. Studien zufolge hat man „dramatische Rückgänge der Insektenbiomasse vom Jahr 1982 bis zum Jahr 2017 um bis zu 80 Prozent“ festgestellt, schreibt der wissenschaftliche Dienst des Bundestages auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Andre Baumann, Staatssekretär im Umweltministerium Baden-Württemberg und vor dieser Berufung Geschäftsführer des Nabu im Land, verfolgt das Thema „Insektensterben“ schon seit langer Zeit.

Über die weitreichenden Aspekte des Insektensterbens spricht Baumann am Freitag, 19. Oktober, um 17.30 Uhr bei den Stadtwerken Nürtingen in der Porschestraße 5-9 auf Einladung des Grünen-Ortsverbandes. Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Es geht unter anderem um monotone Felder für die Biogasproduktion, ein Thema, über das Geschäftsführer Volkmar Klaußer sich Gedanken macht. Seit Neuestem gibt es dort Bienenstrom. Mit jeder durch die Stadtwerke verkauften Kilowattstunde Bienenstrom fließt ein Cent als Beitrag in ein Projekt zum Ausbau von Blühflächen – eine Idee, die aus Nürtingen nun bundesweit bekannt wird.

Oberbürgermeister Heirich wird dazu ein Grußwort sprechen, und interessierte Besucher haben die Möglichkeit, einen Blick auf die Leitwarte zu werfen.

Um Anmeldung wird gebeten unter E-Mail ov@gruene-nuertingen.de oder Telefon (0 70 22) 3 06 06 46.

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