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Zwei-Klassen-Medizin?

17.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Der Gesundheitsfonds ist ein Kompromiss“ vom 14. Juni. Ist das ein Kompromiss? Was mit der Einführung des Gesundheitsfonds auf die Kassenpatienten zukommt, lässt sich an fünf Fingern abzählen.

Da soll ein Verteilerfonds eingerichtet werden, der aus den Beiträgen der Arbeitnehmer und Rentner finanziert und einfach entnommen wird. Ein weiterer Bürokratismus, der für uns völlig undurchschaubar ist, wird aufgebaut. Ein Hausarztvertrag soll eingeführt werden, der jedoch nach meinem Verständnis schon seit Einführung der Praxisgebühr in Kraft ist. Man kann doch einen Facharzt nicht ohne entsprechende Überweisung aufsuchen, abgesehen davon, würde man auch keinen Termin bekommen.

Das Zwei-Klassensystem in der Medizin wird sich mit Sicherheit weiter verschärfen. Privatpatienten sind seit jeher besser versorgt. Das fängt bereits mit dem Behandlungstermin an, die Beratung ist ausführlicher, der Arzt nimmt sich Zeit dafür, und er muss nicht erst in der roten Liste nachsehen, welches Medikament verordnet werden kann. Keinem Mediziner kann man es verdenken, wenn er für die gleichen Leistungen teilweise das Doppelte abrechnen kann wie das, was für Kassenpatienten bezahlt wird.


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