Schwerpunkte

Region

Zurück zur nüchternen politischen Arbeit

13.03.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Valentin Schoplick, Schlaitdorf. Zum Artikel „Merkels zerrüttete Wunschkoalition“ vom 26. Februar. Der Vergleich zwischen Westerwelle und einem Esel, den Heiner Geißler gezogen hat, ist ein Unding. Ich bin empört. So ein nettes und nützliches Tier . . . Der Große-Worte-Sprecher hat wieder zugeschlagen: „Spätrömische Dekadenz“. Der Untergang des Römischen Reiches hat nach Ansicht seriöser moderner Historiker andere Gründe: Soziale Reformen wurden nicht durchgeführt (zum Beispiel Beibehaltung der Sklaverei), die Gesellschaft driftete auseinander, viele Menschen sahen den Staat nicht mehr als den ihren an. „Dekadenz“, das war das Thema von Pseudohistorikern vor Hitler.

Wenn es nun bei uns so weitergeht mit der Nichtkontrolle der Finanzmärkte, mit dem Auseinanderdriften der Einkommen, mit perversen Finanztiteln wie Wetten auf die Insolvenz von Griechenland und so weiter, dann könnte ein wichtiges Gut unserer Nachkriegsgeschichte dahingehen, nämlich das Bewusstsein, dass wir trotz Unterschieden irgendwie zusammengehören. Gebetsmühlenartig tönt Westerwelle: „Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet.“ Dem gesunden Menschenverstand fällt dazu ein, dass dann eben die Minderlöhne auf Dauer angehoben werden müssen. Ja, ja, Arbeit muss sich wieder lohnen.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 42% des Artikels.

Es fehlen 58%



Region