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Zur Gefühlslage in Afghanistan

11.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Muslime zwischen traditioneller Moral und aufgezwungenen Gesetzen

ESSLINGEN (pm). Ausgangspunkt für eine angeregte Diskussion über islamischen Fundamentalismus war der Dokumentarfilm „Der Duft des Paradieses“, der im fast ausverkauften Kommunalen Kino Esslingen im Rahmen der Reihe „Christen und Muslime im Gespräch“ lief.

Der Film zeigt in Interviews mit Clan-Chefs, Mullahs, Terroristen und „einfachen Gläubigen“ den Zwiespalt der Menschen in islamischen Ländern zwischen traditionellen religiösen Moralvorstellungen und den aufgezwungenen, oft unverständlichen Gesetzen des Westens.

Beim anschließenden Podiumsgespräch mit Moderator Adalbert Kuhn vom Katholischen Bildungswerk Esslingen wies Fatah Mehri, der als Jugendlicher die sowjetische Invasion Afghanistans erlebte, darauf hin, dass dieselben Personen, die damals im Westen als Freiheitskämpfer galten, heute als Terroristen bezeichnet werden. Afghanistan sei Spielball für politische und wirtschaftliche Interessen anderer Länder, erklärte Gürhan Tolu, Dialogbeauftragter der Esslinger Yunus-Emre-Moschee. Freiheit, Würde, Kultur und gewachsene Strukturen seien systematisch zerstört worden, die Taliban hätten die Bildung unterdrückt; westliche Systeme seien teilweise unverständlich und würden aufgezwungen, schilderten die Gesprächsteilnehmer die heutige Lage: „Die Menschen verstehen die Demokratie nicht, sie sind mit dem Überleben beschäftigt.“


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