Schwerpunkte

Region

Zentralregister für Kliniken gefordert

02.04.2020 05:30, Von Bernd Köble — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fachleute plädieren für Lotsensystem zu Notfallplätzen

Es ist ein Problem, das Hausärzte genauso kennen wie ihre Kollegen in den Kliniken. Wenn die Einweisung in ein Krankenhaus nötig erscheint, „dann setzen wir uns ans Telefon, kontaktieren die Leitstelle oder schauen selbst, wo ein Platz frei ist“, sagt ein Arzt in einer Corona-Schwerpunktpraxis im Kreis, der namentlich nicht genannt werden will.

Unter normalen Bedingungen funktioniert das. Doch was ist, wenn Betten knapp werden? Ein Missstand, auf den auch Michael Geißler, der Ärztliche Direktor am Klinikum in Esslingen, hinweist. Er fordert wie viele seiner Kollegen ein bundesweites Zentralregister, das freie Klinikplätze erfasst und vermittelt. Es könne doch nicht sein, sagt er, dass Intensivmediziner in einer Ausnahmesituation wie dieser wertvolle Zeit mit Telefonaten verbrächten.

Wäre es zudem sinnvoll, dem Beispiel der Schwerpunktpraxen zu folgen und reine Corona-Kliniken einzurichten, um Kräfte zu bündeln? Nein, sagt Jörg Sagasser, Ärztlicher Direktor der drei kreiseigenen Medius-Kliniken in Kirchheim, Nürtingen und Ruit. Schwerpunktpraxen seien sinnvoll im ambulanten Bereich, weil sie hundert andere entlasten. „Im stationären Bereich ergeben reine Corona-Kliniken im Moment keinen Sinn, weil wir auch Notfälle wie Herzinfarkt oder eine gebrochene Hüfte weiterhin behandeln müssen“, sagt Sagasser. „Eine strikte Trennung ist unmöglich.“


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

5,00 €

6-Wochen-Angebot

  • 6 Wochen alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

19,90 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 50% des Artikels.

Es fehlen 50%



Region