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„Wir brauchen sonderpädagogischen Sachverstand“

08.03.2010 00:00, Von Claudia Bitzer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

SPD-Fachgespräch zum gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern

ESSLINGEN. Leonore Beutel hat die Zuhörer am meisten berührt, obwohl sie gar nicht im Saal war. „Im Kindergarten passte sie nicht in das System“, erzählte ihre Mutter Bettina über ihre Tochter mit Down-Syndrom. „Sie war auf Erwachsene fixiert, wurde sprachlos und aggressiv.“ All das hat sich geändert, seit sie vor dreieinhalb Jahren in der Burgschule eingeschult wurde. In die Regelschule ihres Wohnbezirks in der Esslinger Innenstadt – wie schon ihre drei älteren Geschwister.

Warum tut sich speziell das baden-württembergische Bildungssystem so schwer mit der UN-Konvention, die behinderten Menschen das Recht auf Beteiligung am Bildungsprozess sichern will? Wie wird gemeinsamer Unterricht von Schülern mit und ohne Handicaps an Regelschulen bereits praktiziert? Und wie wirkt sich die Aufhebung der Sonderschulpflicht auf die Bildungslandschaft aus? Das waren die Fragestellungen, zu denen die SPD-Kreisräte und ihre Kollegen aus dem Esslinger Gemeinderat zu einem Fachgespräch in die Rohräckerschule eingeladen hatten. Ein Thema, das auch schon ohne die anstehende 46-Millionen-Euro-Sanierung des Rohräcker-Sonderschulzentrums kompliziert genug wäre. Ein Ergebnis des Abends deshalb gleich vorweg: Die fünf Sonderschulen werden sicher nicht überflüssig. Und schon gleich gar nicht von heute auf morgen.


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