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Wiedersehen nach Jahren um Tage verpasst

03.01.2018 00:00, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor 95 Jahren wurde die Sowjetunion gegründet – Bernadetta Heinz und Lisa Bauer erinnern sich an das Leben im Kommunismus

Am vergangenen Samstag war in unserer Zeitung die bewegte Geschichte der russlanddeutschen Familie Martel zu lesen. Heute folgt nun Teil zwei unserer Geschichte von Menschen, die aus der ehemaligen Sowjetunion zu uns gekommen sind. Lisa Bauer und Bernadetta Heinz erzählen vom Leben im Arbeiter- und Bauernstaat.

Bernadetta Heinz und Lisa Bauer bg
Bernadetta Heinz und Lisa Bauer bg

NÜRTINGEN. Bernadetta Heinz wurde 1939 in Odessa am Schwarzen Meer geboren. Als der Krieg ausbrach, nahm die deutsche Wehrmacht Odessa ein. Der Vater von Bernadetta Heinz wurde ein Soldat der Deutschen, die Familie zog westwärts in die Gegend von Leipzig, wo sie einen Bombenangriff im Keller überlebte. Der Vater warnte noch davor, wieder zurück in die Sowjetunion zu gehen, doch der Großvater wollte nach Hause. Odessa sah er nie wieder. Im Viehwaggon wurde die Familie hinter den Ural deportiert. Ab 1948 lebte die Familie im heutigen Kirgisien, den Vater verschlug es nach Westdeutschland. Als ehemaliger Wehrmachtsangehöriger wäre es ihm in der Sowjetunion nicht gut ergangen.


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