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Wie im Himmel so auf Erden

15.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kerstin Wacha; Ehrenamtskoordinatorin Katholische Gesamtkirchengemeinde Kirchheim/Teck
Kerstin Wacha; Ehrenamtskoordinatorin Katholische Gesamtkirchengemeinde Kirchheim/Teck

Wir feiern heute als Katholiken Maria Aufnahme in den Himmel. Für mich persönlich hat sich mein Blick auf Maria auch mit der Geburt meiner eigenen Kinder verändert. Heute sehe ich sie als Mutter, als Königin, als Wandlerin, die durch tiefe Trauer und Leid durch den Verlust ihres Sohnes, mit Gottvertrauen und Hoffnung, den Wandel zu Neuem geschafft hat und schließlich als himmlische Siegerin in ihrer weiblichen Kraft daraus hervorgeht. Durch meine Projektstelle als Ehrenamtskoordinatorin habe ich das Glück, viele starke Frauen in der katholischen Kirche zu erleben, die für mich mit ihren sehr unterschiedlichen Gaben die frohe, liebende, hoffnungsvolle, göttliche Glaubensbotschaft lebendig werden lassen. Diese Erlebnisse geben mir Kraft, wenn ich auf die jetzigen, institutionellen Strukturen blicke. Da gehen mir sinnhafte Argumente für deren Erhalt schnell aus. Für mich ist aber eine Vision da, wie Kirche sein könnte. Carolin Kebekus hat in ihrem Rap „Im Namen der Mutter“ eine spritzig freche Zuspitzung der Argumente geliefert, was von Maria 2.0 bis zur ersten Päpstin für weibliches Potenzial in der katholischen Kirche bisher ungenutzt bleibt. Ausgrenzung, Diskriminierung, nur zur eigenen Machterhaltung? Geht eigentlich gar nicht. Zumindest meine ich, Jesu Botschaft so verstanden zu haben. Gerade in dieser schwierigen, für mich herausfordernden Zeit, wird mir immer wieder deutlich, wie wichtig mir in vielen Bereichen Veränderungen wären. Reich Gottes beginnt doch schon jetzt, der Himmel auf Erden könnte starten. Schon klar, ich kann erst mal nur mein Verhalten ändern und oft braucht es krasse Ereignisse, bis sich Größeres in Bewegung bringen lässt, aber aus meiner Perspektive waren und sind genügend Dinge geschehen, von mir aus kann es jetzt weitergehen. Ich spüre, mein Glaube ist für mich ein Stück Heimat, die will ich mir erst mal nicht nehmen lassen. Eine Dennoch-Hoffnung auf Wandel, die mich mit den vielen Marientöchtern weltweit verbindet, eine Zukunft, die ich mitgestalten möchte. Da kommen mir die wunderschönen Worte von Hilde Domin in den Sinn „Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug“. Ich wünsche Ihnen und auch mir immer wieder hoffnungsvolle Momente, Begegnungen, die Sie tragen, vielleicht auch beflügeln. Damit die Vision weiterwächst, wie himmlisch diese Erde im Zusammenleben aller Menschen sein könnte. Erhaltenswert wunderschön ist sie für mich schon.

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