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Wer die Macht im Staate hat

22.11.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kirchen und Gewerkschafter führten einen Dialog

(pm) Zum Thema „Wer hat die Macht im Staate? Ist die Demokratie in Gefahr?“ trafen sich bei der Begegnungstagung „Kirche und Gewerkschaft“ vor Kurzem engagierte Gewerkschafter und Christen. Veranstalter waren der DGHB, die Bildungswerke der beiden großen Kirche sowie das katholische Dekanat Nürtingen. In einer Pressemitteilung heißt es dazu:

Bei der Frage „Wie begegnete mir die Krise“ wurden Ohnmacht und Machtlosigkeit angesprochen, das Gefühl, dass der Arbeit die Wertschätzung verloren geht, und die Einschätzung, dass die normalen Leute Verantwortung übernommen haben mit Kurzarbeit und Lohnverzicht, nicht aber die „Großen“. Dass Macht komplizierter ist, als einfache Fragen manchmal vermuten lassen, sprach Josef-Otto Freudenreich, der Herausgeber des Buches „Die Taschenspieler. Verraten und verkauft in Deutschland“ an. Er kritisierte, dass eine „repräsentative Demokratie“ immer weniger Menschen und ihre Anliegen vertrete und ihre Sorgen und Anliegen ernst nehme, obwohl im Grundgesetz bestimmt ist, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht. Beherrschend sei der propagierte Neoliberalismus mit der Ideologie eines freien Marktes. Wenn dann aber Bürger sich nicht ernst genommen fühlten, wie bei Stuttgart 21, und dann massenhaft auf die Straße gingen, dann werde deutlich, dass viele Menschen danach fragen, wer sie wirklich repräsentiere.


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