Region

Wenn Alkohol das seelische Werkzeug ersetzt

15.04.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tagung der Sucht-Selbsthilfegruppen im Kreis Esslingen

„Wer bin ich?“ Dieser Frage widmeten sich die Sucht-Selbsthilfegruppen im katholischen Tagungshaus Wernau. Die Tagung wurde organisiert von der Beratungsstelle Sucht und Prävention Landkreis Esslingen.

WERNAU (la). Stefanie Maier, therapeutische Leiterin des Fachkklinik Höchsten, hielt einen Vortrag zum Thema „Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik“ (OPD). 120 interessierte Zuhörer erlebten eine lebendige, auch für Laien verständliche Darstellung dieses hochkomplexen Diagnosesystems. Die Expertin stellte wiederkehrende Lebensthemen vor, die Menschen in unterschiedlichsten Varianten beschäftigen.

Viele bewegen sich jeweils zwischen zwei Extremen, zwei Polen, beispielsweise zwischen Abhängigkeit und Autonomie, Nähe und Distanz. Als soziales Wesen sei jeder abhängig von anderen. Gleichzeitig wolle er frei sein, seine individuelle Lebensart leben. Gesund sei, wer zwischen beiden Polen je nach Erfordernis frei hin und her schwingen könne. Menschen, die in der Kindheit schlechte Erfahrungen mit dem einen oder anderen Pol gemacht haben, meiden diesen Zustand. Dann kann ein Suchtmittel wie Alkohol zu Hilfe genommen werden, um sich vor der Wiederholung traumatischer Erfahrung zu schützen.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

5,00 €

6-Wochen-Angebot

  • 6 Wochen alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

19,90 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 49% des Artikels.

Es fehlen 51%



Region