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Weniger Papageientaucher in Schottland

06.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vogelexperten sorgen sich um die Papageientaucher. Das sind schwarz-weiße Seevögel, die auffällig orangefarbene Beine und einen großen, bunten Schnabel haben. Damit sehen sie lustig aus und haben den Spitznamen „Clowns der Meere“ bekommen. Die Tiere leben auf dem Atlantischen Ozean. Im Sommer kommen sie zum Brüten auf Klippen und an die Küsten auch im Norden Europas. Eine riesige Gruppe brütet zum Beispiel jedes Jahr auf der Insel May vor Schottland. Vor fünf Jahren waren es noch 70 000 Brutpaare. Aber in diesem Jahr kamen nur 41 000 an. Das bereitet britischen Vogelforschern Kopfzerbrechen.

„Wir haben herausgefunden, dass einige Vögel später als erwartet und andere untergewichtig angekommen sind“, sagte Mike Harris, der die Tiere seit Jahrzehnten beobachtet. „Und viele, die im vergangenen Jahr noch am Leben waren, sind überhaupt nicht aufgetaucht.“ Der Fachmann vermutet, dass die Vögel nicht genug zu Fressen finden. Das wiederum könne am Klimawandel liegen, meint er. Und zwar über eine Kettenreaktion: Wenn die Erde sich erwärmt, könnte das Wasser der See sich verändern – sodass es weniger Kleinkrebse darin gibt. Diese aber dienen Fischen als Nahrung. Weniger Krebse, weniger Fisch – weniger Papageientaucher. Doch was genau los ist, ist bisher unklar.


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