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Weniger Holz bestellt

05.06.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

SCHLAITDORF (zog). Im Schlaitdorfer Forst haben Bürger bislang die Möglichkeit, Meterholz zu bestellen. Nun aber regt Revierförster Jürgen Ernst an, den Service einzustellen. Die Nachfrage, so der Forstwirt, nehme immer weiter ab. Gerade noch 69 Raummeter wurden bei ihm im vergangenen Winter geordert. Zudem sei die Aufbereitung sehr zeitintensiv und rechne sich nicht. In den Augen des Revierförsters ist es ein unwirtschaftliches Produkt für die Gemeinden.

Gustav Breitling bedauerte die Entwicklung, dass kleine Holztrupps bei den Versteigerungen die Preise hochtreiben. „Eigentlich sollte der eigene Wald den Bürgern zur Verfügung stehen“, so das langjährige Gemeinderatsmitglied. Jedoch agierten immer mehr Kleinst-Unternehmen, die so einen Zusatzgewinn suchten. Friedrich Dürr von der AWV gab zu bedenken, dass die Verbandsgemeinden mit ihrem Angebot inzwischen allein auf weiter Flur sind. „Im Staatswald gibt es nur noch Polterholz“, bestätigt auch Landwirt Steffen Schröder, der für die AWV in der nächsten Legislaturperiode im Gemeinderat sitzen wird. Für Benjamin Abel (AWV) jedoch kein Grund, die Meterholzbestellung aufzugeben: „Wir sollten sie nicht einstellen, solange noch eine gewisse Nachfrage da ist“, so seine Meinung. Immerhin solle der Wald sich auch rechnen.

Das Gremium verständigte sich darauf, den Service zunächst aufrechtzuerhalten, den Preis jedoch wirtschaftlich angemessen anzupassen, um die Kosten für den höheren Aufwand zumindest zum Teil zu decken. Sollte die Nachfrage jedoch weiter sinken, müsse das Thema erneut auf den Ratstisch.

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