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"Wehrgerechtigkeit ist eine drängende Frage"

10.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Wehrgerechtigkeit ist eine drängende Frage“

Rainer Arnold (SPD) fordert, dass Freiwilligendienste attraktiver werden müssen – Afghanistan-Mandat ungefährdet

Soziale Organisationen haben immer häufiger Schwierigkeiten, Zivildienstleistende zu finden, die den hauptamtlichen Kräften zur Seite stehen. Dies hängt auch mit der geringen Zahl von Wehrdienstleistenden zusammen, die in Deutschland momentan Dienst tun. Im Interview mit Sylvia Gierlichs erklärte der Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD), welcher Weg seiner Meinung nach aus dieser Misere führt. Weiterhin nahm er zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan Stellung.

nSeit die Tauglichkeitsstufe drei abgeschafft wurde, wird jeder ausgemustert, der auch nur, provokant ausgedrückt, einen eingewachsenen Zehennagel hat. Bekommt die Bundeswehr deswegen Probleme, Nachwuchs zu rekrutieren?

Die Bundeswehr hat nicht deswegen Nachwuchssorgen. Wir haben immer noch deutlich mehr tauglich gemusterte junge Männer als Plätze. Aber richtig ist schon, dass die Frage der Wehrgerechtigkeit – ich würde lieber sagen der Dienstgerechtigkeit, weil uns der Dienst im sozialen Bereich unserer Gesellschaft genauso wichtig ist – eine drängendere Frage geworden ist. Das hat aber in erster Linie etwas damit zu tun, dass wir eine Jahrgangsstärke von 440 000 jungen Männern haben, die Bundeswehr aber nach der Zielstruktur nur noch 55 000 Wehrpflichtige braucht.


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