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Wassernutzung im Kreis ist reglementiert

05.07.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Brunnen und Pumpen müssen genehmigt werden.

In der heißen Jahreszeit leidet oft der Garten unter Trockenheit. Hält sie länger an, geht selbst manchen Obstbäumen das Wasser aus. Doch dann fehlt das Wasser gleichzeitig auch in den Bächen und Flüssen. Fische und andere Wasserbewohner leiden unter den niedrigen Wasserständen und geringen Sauerstoffgehalten. Deshalb kann aus Bächen und Flüssen nicht grenzenlos Wasser für den eigenen Garten abgezweigt werden, auch wenn das Nass oft verlockend nah am eigenen Garten entlangfließt, wie das Landratsamt Esslingen in einer Pressemitteilung erklärt. Eine Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen mithilfe einer Pumpe bedarf einer wasserrechtlichen Erlaubnis der unteren Wasserbehörde am Landratsamt. Ohne eine solche darf Wasser nur von Hand mit Eimer oder Gießkanne in geringen Mengen geschöpft werden. Auch die Nutzung von Grundwasser sei reglementiert. Grundwasser als Grundlage der Wasserversorgung müsse vor einer Übernutzung und Verschmutzung geschützt werden. So sind auch Brunnen erlaubnispflichtig.

Für die Bewässerung des Gartens empfiehlt das Landratsamt die Nutzung von Regenwasser, das in einer Zisterne gespeichert werden kann. Außerdem gebe es im Landkreis eine sehr sichere und gut ausgebaute öffentliche Wasserversorgung. Auch bei langer Trockenheit stehe immer genügend Trinkwasser bereit. Dennoch sollte man das kostbare Trinkwasser sparsam verwenden.

Momentan sei es noch nicht notwendig, dass das Landratsamt die Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen gänzlich untersagt. Sollte der Wasserstand in den Gewässern weiter sinken, sei ein Verbot der Wasserentnahme wie zum Beispiel im Ortenaukreis aber nicht ausgeschlossen. la

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