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Warum im Neckartailfinger Aileswasensee das Baden noch nicht verboten ist

11.08.2022 16:59, Von Johannes Aigner — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vom Baden wird abgeraten. Grund ist eine hohe Konzentration an Fäkalbakterien. Doch warum gibt es kein Verbot?

Warnhinweis am Aileswasensee in Neckartailfingen. Foto: Just
Warnhinweis am Aileswasensee in Neckartailfingen. Foto: Just

NECKARTAILFINGEN. Seit Mittwoch, 10. August, rät die Gemeinde davon ab, im Aileswasensee zu baden. Insbesondere sollte kein Wasser geschluckt werden und der Kopf nicht unter Wasser getaucht werden.

Grund ist eine hohe Konzentration der Fäkalbakterien Enterokokken und Escherichia coli. Es ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für Magen-Darm-Infekte zu rechnen. Die Gemeinde brachte am Donnerstag Schilder im Naherholungsgebiet an, um auf die Situation hinzuweisen.

Doch warum wird bei einer so hohen Bakterienkonzentration nur vom Baden abgeraten? Warum verhängt Neckartailfingen nicht direkt ein Verbot? „Wir als Gemeinde können das gar nicht verbieten“, sagt Bürgermeister Wolfgang Gogel. Dies liege in den Händen des Landratsamtes, das auch die routinemäßige Probe entnommen hatte. Erst wenn die zweite Kontrollprobe eine Verunreinigung bestätigt, können weitere Schritte wie ein Verbot eingeleitet werden.

Der Grund für das hohe Aufkommen von Fäkalbakterien ist bislang noch unklar. „Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt reine Mutmaßung“, sagt Gogel: „Die Probe könnte an einer bestimmten Stelle entnommen worden sein, an der die Konzentration besonders hoch ist. Auch eine große Entenpopulation wäre zum Beispiel denkbar.“ Enterokokken und Escherichia coli kommen sowohl im menschlichen als auch im Darm von Tieren vor.

Sollte die Probe am Samstag tatsächlich positiv ausfallen, werde die Gemeinde ein etwaiges Verbot mit Schildern und Absperrbändern kenntlich machen. Auch auf der Homepage wird die Gemeinde das Ergebnis mitteilen. Um wie viel Uhr damit zu rechnen ist, sei noch nicht bekannt. „Ideal wäre natürlich, wenn es uns schon morgens mitgeteilt wird, damit wir es den Bürgern zeitnah mitteilen können“, so Gogel.

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