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Wahrheit und Ehre

22.08.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Weber, Aichtal. Eine angenehme Gemütserfahrung, Ehrenbürger zu sein, geadelt, umarmt, geküsst von der Heimatstadt, dem Land. Solchermaßen Berührungen vergegenwärtigen sich auch, wenn man bislang an Günter Grass, den Danziger, dachte. Und wer würde nicht getauscht haben bis ein Erbsünder schuldlos, lauter zu büßen begann sein Befreiungsthema SS in die Runde trug und den dünnen, gelittenen Stoff über der Brust entfernte und sie stießen zu, vehement, schnell, zunächst nur schmerztreibend seine Stadt, das Land stießen zu ungerührt der bekümmerten Nacktheit, ungerührt des fremden Reinheitsgebots, das sie selbst verloren hatten (ohne es zu vermissen). Sie klärten die Beziehung ein für alle Mal. Heute noch schneiden sie den Sohn vom Altar und radieren pharaonenhaft Grass aus dem Schmuckstein, der wieder an ihrem Hals hängen wird werfen alle Opfer ins Feld, um es den Tätern gleichtun zu können. Sie haben endlich einen, an dem sich gehütetes Unrecht festmachen lässt, bei dem es lohnt und zimmern das eilige Kreuz, das sie bald selbst tragen wird freiwillig, wenn es unter ihnen wieder erwacht, das Reinheitsgebot.


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