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Von der Wolke zum Spiegelei

04.06.2010 00:00, Von Antje Dörr — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit einer Demenzkampagne möchte Kirchheim für Toleranz im Umgang mit Erkrankten werben

Die Stadt Kirchheim startet eine Demenzkampagne. Damit soll verhindert werden, dass Menschen, die von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen betroffen sind, an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

KIRCHHEIM. Auftakt der Kampagne war die Ausstellungseröffnung mit Bildern des Werbegrafikers und Malers Carolus Horn im Kirchheimer Klinikum.

Als die Alzheimer-Krankheit vom Geist des Werbegrafikers und Malers Carolus Horn Besitz ergreift, werden Wolken zu Spiegeleiern. Kinder bekommen Greisengesichter, Hunde schauen dem Betrachter aus menschlichen Antlitzen entgegen. Die Perspektiven stimmen nicht mehr, die Tiefe geht verloren, die Bilder verflachen.

Je mehr die Krankheit fortschreitet, desto weniger kann man die Bilder des einst so erfolgreichen Werbegrafikers, der einige der bekanntesten Kampagnen des deutschen Wirtschaftswunders entwarf, von denen eines Kleinkinds unterscheiden. „Die Bilder nach Ausbruch der Krankheit sind ein bedrückender Indikator, wie sich seine Wahrnehmung durch die Demenz immer mehr verändert hat“, sagte der Pflegedirektor des Klinikums Kirchheim-Nürtingen, Norbert Nadler, bei der Ausstellungseröffnung.


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