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Verwaltung unglaubwürdig?

10.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Unser OB fragt sich, warum Teile der Bürgerschaft gegen Boss seien. Die Frage ist, ob ihn das überhaupt interessiert. Es geht gar nicht um Boss. Diese Firma ist Geschichte. Inzwischen haben sich die Gewichte verschoben. Daher gilt: „Wie der Herr, so’s Gscherr“. Übersetzt: wie der Eigentümer, so die Ergebnisse. Viele befürchten, die ganze Sache ist nur eine Seifenblase und den Schaden hat die Bürgerschaft.

Der zweite Punkt ist der Umgang mit den Bürgerrechten. Wozu braucht ein OB anwaltliche Beratung für ein Bauvorhaben, wenn er die rechtlich vorgeschriebenen Wege nicht verlässt? Schon dieser Umstand weckt und nährt erhebliche Zweifel.

Dass diese angebracht sind, zeigt die jüngste Sitzung des Gemeinderates. Dort wurde entgegen den Vorschriften der Hauptsatzung ein Beschluss zum Bauvorhaben Großer Forst durchgedrückt. Dieser Beschluss wurde als Blankovollmacht dem OB ausgestellt. Wesentliche Punkte in der Planung sind nach wie vor ungeklärt und nicht beraten. Der Gemeinderat hat in seiner Mehrheit über etwas abgestimmt, dessen Folgen und Konsequenzen er nicht einmal ansatzweise kennt. So etwas nennt man die Katze im Sack kaufen.

Der OB steht der Verwaltung vor und verstößt gegen das Recht, dem er zur Geltung verhelfen soll. Eine Verwaltung, die ihr eigenes Recht ignoriert, aber von den Bürgerinnen und Bürger deren Einhaltung einfordert, ist unglaubwürdig.


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