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„Versicherungspolitik im Blindflug“

01.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Schmid, Oberboihingen. Aus Presse und Fernsehen erfährt man, dass die Große Koalition neue Regeln bei der Ausschüttung der in Kürze zur Auszahlung kommenden Kapitallebensversicherungen per Gesetz einführen möchte. Hierbei sollen die Versicherten nicht mehr zur Hälfte an den Bewertungsreserven bei festverzinslichen Wertpapieren beteiligt werden.

Unter ganz anderen Voraussetzungen haben viele Arbeitnehmer zum Beispiel in den 90er-Jahren solch eine Möglichkeit zu dieser zusätzlichen Altersvorsorge wahrgenommen. Bereits 2004 wurde still und heimlich die volle Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeitragspflicht auf den Auszahlungsbetrag eingeführt. Dies sind circa 18 Prozent. Jetzt sollen nochmals circa fünf Prozent Einbußen auf die Versicherten zukommen.

Die Versicherungslobby hat wieder zugeschlagen! Neben den unersättlichen Großbanken sollen jetzt auch die ach so armen Versicherungskonzerne geschützt werden. So geht es nicht!

Es ist zu hoffen, dass eine große Zahl von betroffenen Versicherten bei unseren Herren Bundespolitikern diesbezüglich Protest einlegt. Die Lösung als „fair und ausgeglichen“ zu bezeichnen, wie es Finanzminister Schäuble in Oberlehrermanier macht, ist, wie die Grünen es ausführen, „Versicherungspolitik im Blindflug“ auf Kosten der Versicherten. Dem kann ich nur zustimmen.

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